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Mein Homeserver 2026 – Proxmox Setup, Dienste, Architektur und Stromverbrauch

  • Autorenbild: Mirko
    Mirko
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit


Ein eigener Homeserver gehört für viele Technikfans inzwischen zur Grundausstattung. Auch bei mir läuft seit einiger Zeit ein zentraler Server, der mehrere Dienste für mein Zuhause und verschiedene Projekte bereitstellt.

In diesem Artikel stelle ich meinen aktuellen Stand vor: die Virtualisierungsplattform, die laufenden Systeme, die Storage-Struktur sowie den realen Stromverbrauch im Dauerbetrieb.

Der Server läuft rund um die Uhr und übernimmt Aufgaben wie Cloud-Speicher, Smart-Home-Steuerung und Blockchain-Dienste.

Virtualisierungsplattform


Infografik eines Proxmox-Homeservers mit virtuellen Maschinen für Pi Node, Home Assistant, Debian Server und Nextcloud sowie Stromverbrauch und Server-Architektur.

Die Grundlage meines Systems bildet Proxmox Virtual Environment 9.1.5.

Proxmox ist eine Linux-basierte Virtualisierungsplattform, die sowohl klassische virtuelle Maschinen als auch Container unterstützt.

Technische Eigenschaften der Plattform:


UGREEN NASync DH4300 Plus 4-Bay Desktop NAS, 2,5 GbE-LAN-Port, 8GB LPDDR4X RAM, NFC EIN-Berührungs-Verbindung, KI Familien und Babyalbum, Persönliche Cloud für Heim/Office (Diskless)
So kann dein eigener Homeserver aussehen


Hypervisor: KVMContainer-Technologie: LXCDateisystem: ZFSBackup-System: integriertSnapshot-Funktion: vorhandenVerwaltung: Webinterface

Der große Vorteil von Proxmox ist die Möglichkeit, mehrere Systeme sauber voneinander zu trennen und gleichzeitig auf derselben Hardware laufen zu lassen.



Aufbau meines Homelabs


Der Server dient als zentrale Plattform für verschiedene Dienste.

Aktuell laufen mehrere virtuelle Maschinen sowie ein Container.

ID

System

Typ

Zweck

100

Pi Node

VM

Blockchain Node

101

Debian Server

VM

Linux Testsystem

102

Firewall

VM

Netzwerkschutz

103

Home Assistant

VM

Smart Home

104

Nextcloud

LXC

Private Cloud

Diese Struktur sorgt dafür, dass alle Dienste voneinander isoliert sind und unabhängig verwaltet werden können.



Virtuelle Maschine: Pi Node


Die Pi Node ist das ressourcenintensivste System auf meinem Server.

Sie läuft dauerhaft und nimmt aktiv am Pi-Network teil.

Technische Konfiguration:

vCPU: 4Arbeitsspeicher: 16 GBVirtuelle Festplatte: 450 GBVirtualisierung: KVM

Aktuelle Systemlast laut Proxmox:

CPU-Auslastung: etwa 70 ProzentRAM-Verbrauch: etwa 10 GB

Da die Node kontinuierlich arbeitet, gehört sie zu den Systemen mit der höchsten Auslastung im Setup.



Virtuelle Maschine: Home Assistant


Home Assistant übernimmt die zentrale Steuerung meines Smart Homes.

Damit lassen sich Geräte, Automationen und Sensoren verwalten.

Technische Daten:

vCPU: 2Arbeitsspeicher: 4 GBFestplatte: 32 GB

Aktuelle Auslastung:

CPU: etwa 1 ProzentRAM: etwa 3 GB

Durch die eigene VM bleibt das Smart-Home-System stabil und unabhängig von anderen Diensten.



Virtuelle Maschine: Firewall


Für zusätzliche Sicherheit läuft eine eigene Firewall-VM.

Diese Maschine übernimmt Aufgaben wie:

NetzwerkfilterungSegmentierung des HeimnetzesKontrolle externer Zugriffe

Technische Daten:

vCPU: 4RAM: 4 GBDisk: 32 GB

Die durchschnittliche Auslastung ist relativ gering, da die Hauptaufgabe im Filtern des Netzwerkverkehrs besteht.


Crucial BX500 SATA SSD 1TB, 2,5" Interne Festplatte, bis zu 540 MB/s, 1TB SSD kompatibel mit Laptop und Desktop (PC), 3D NAND, Dynamische Schreibbeschleunigung - CT1000BX500SSD101
Diese SSD ist der Kernspeicher meines Servers (2 mal)

Container: Nextcloud


Nextcloud läuft als LXC-Container auf dem Server.

Container sind deutlich ressourcenschonender als klassische virtuelle Maschinen und eignen sich hervorragend für Dienste wie Cloud-Software.

Container-Konfiguration:

CPU-Kerne: 2RAM: 4 GBRoot-Disk: 20 GBBasis-System: Debian

Aktuelle Nutzung:

CPU: etwa 0,1 ProzentRAM: etwa 1 GB

Nextcloud dient als private Cloud für:

DateisynchronisationBackupsKalender und Kontakte



Storage-Struktur


Der Server nutzt mehrere Storage-Bereiche.



ZFS Storage Pool


Typ: ZFS

Kapazität:

Gesamt: etwa 948 GBGenutzt: etwa 70 GB

Dieser Storage enthält hauptsächlich:

VM-FestplattenContainer-Volumes

ZFS bietet Vorteile wie Snapshots, Datenintegrität und effiziente Verwaltung.



Local Storage


Typ: Directory Storage

Kapazität:

Gesamt: etwa 888 GBGenutzt: etwa 10 GB

Hier liegen:

ISO-ImagesContainer-TemplatesInstallationsdateien



Backup Storage


Kapazität:

Gesamt: etwa 1,97 TBGenutzt: etwa 132 GB

Hier werden regelmäßige Backups der virtuellen Maschinen gespeichert.

Backups sind wichtig, um Systeme im Fehlerfall schnell wiederherstellen zu können.


Stromverbrauch vom Homeserver Setup


Tapo Nano Smart WLAN Steckdose Tapo P115 mit Energieverbrauchskontrolle, Smart Home Alexa Steckdose, funktioniert mit Alexa, Google Home, Sprachsteuerung, Fernzugriff, Kein Hub notwendig(4er-Pack)
Meine smarten Steckdosen

Der Stromverbrauch wurde über längere Zeit mit einer Smart-Steckdose gemessen.

Insgesamt wurden über 166.000 Messwerte aufgezeichnet.

Durchschnittlicher Verbrauch:

103,4 Watt

Minimalwert:

etwa 60 Watt

Maximalwert:

etwa 163 Watt



Energieverbrauch


Zeitraum

Verbrauch

Tag

etwa 2,48 kWh

Monat

etwa 75 kWh

Jahr

etwa 906 kWh



Stromkosten


Bei einem Strompreis von etwa 0,30 € pro kWh ergeben sich folgende Kosten:

Zeitraum

Kosten

Tag

etwa 0,74 €

Monat

etwa 22 €

Jahr

etwa 272 €

Für einen Server, der rund um die Uhr läuft und mehrere Dienste bereitstellt, ist dieser Verbrauch durchaus typisch.



Warum ein eigener Homeserver sinnvoll ist


Ein eigener Server bringt mehrere Vorteile mit sich.

Volle Kontrolle über die eigenen DatenUnabhängigkeit von Cloud-AnbieternFlexible ErweiterbarkeitExperimentierplattform für neue Technologien

Gerade für Technikinteressierte und IT-Enthusiasten bietet ein Homelab eine hervorragende Möglichkeit, neue Systeme und Anwendungen auszuprobieren.



Fazit


Mein aktuelles Homeserver-Setup zeigt, wie flexibel und leistungsfähig moderne Homelabs geworden sind.

Durch die Kombination aus Proxmox, virtuellen Maschinen, Containern und ZFS-Storage entsteht eine stabile Infrastruktur, die mehrere Dienste gleichzeitig bereitstellt.

Mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 100 Watt im Dauerbetrieb bleibt der Betrieb dabei in einem für Homelabs üblichen Bereich.


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