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Technik-Adventskalender 2025: Die erste transatlantische Funkübertragung – Wie am 12. Dezember 1901 die drahtlose Welt begann

  • Autorenbild: Mirko
    Mirko
  • 12. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Der 12. Dezember 1901 ist einer der wichtigsten Tage der Technik- und Kommunikationsgeschichte.An diesem Tag gelang Guglielmo Marconi etwas, das viele Wissenschaftler für physikalisch unmöglich hielten:

➡️ Die erste transatlantische Funkübertragung über den Atlantik.

Ein simples Morsezeichen – der Buchstabe „S“ (···) – reiste über 3.500 Kilometer von Cornwall (England) bis nach Neufundland (Kanada).

Damit war bewiesen: Drahtlose Kommunikation kennt keine Kontinente.

Ohne diesen Tag gäbe es kein Radio, kein WLAN, kein Bluetooth, keinen Mobilfunk, kein GPS und kein Internet über Funk.


Guglielmo Marconi bei seinem Funkexperiment zur ersten transatlantischen Funkübertragung im Jahr 1901.

Warum der 12. Dezember 1901 ein technischer Wendepunkt ist



Vor Marconi galt:

  • Funkwellen breiten sich nur geradlinig aus

  • Die Erdkrümmung verhindert große Distanzen

  • Ozeane seien eine unüberwindbare Barriere

Viele führende Physiker hielten Marconis Vorhaben für Unsinn.

Und trotzdem:

Am 12. Dezember 1901 saß Marconi auf dem Signal Hill in St. John’s (Kanada)mit einem Drachen als Antenne — und empfing das Signal.

Dieser Moment veränderte die Welt für immer.



Die Technik hinter der ersten transatlantischen Funkübertragung


Die Technik war primitiv – aber genial.

Sender (England, Poldhu Station)

  • Hochleistungs-Funkensender

  • Sendeleistung: geschätzt 15–25 kW

  • Frequenz: Langwelle

  • Antennenfeld mit über 50 Masten

Empfänger (Kanada)

  • Kohärer-Empfänger

  • Drahtantenne, befestigt an einem Drachen

  • Kopfhörer zur Signalinterpretation

Übertragenes Signal

  • Morsezeichen „S“ (···)

  • bewusst gewählt, da eindeutig und kurz

Keine Verstärker.Keine Filter.Kein Fehlerkorrekturverfahren.

Und trotzdem funktionierte es.



Warum das Signal überhaupt ankam – die Ionosphäre



Damals wusste man noch nichts davon, heute ist es Physik-Grundwissen:

➡️ Die Ionosphäre reflektiert Funkwellen.

Marconi entdeckte also unbeabsichtigt:

  • Kurzwellen-Ausbreitung

  • Funkreflexion an atmosphärischen Schichten

  • Grundlage für weltweite Funkverbindungen

Dieser Effekt macht bis heute möglich:

  • weltweiten Kurzwellenfunk

  • Notfunk

  • Langstreckenkommunikation ohne Satelliten

Ein Zufall mit gigantischen Folgen.



Vergleich: Funktechnik 1901 vs. drahtlose Technik 2025


Merkmal

1901

2025

Übertragung

Morsezeichen

Daten, Sprache, Video

Geschwindigkeit

wenige Bit/s

bis zu 20 Gbit/s (5G)

Antenne

Drachen + Draht

integrierte Mikroantennen

Reichweite

3.500 km (Experiment)

global, permanent

Zuverlässigkeit

extrem instabil

hochstabil

Geräte

raumfüllend

Smartphone-Chip

Was Marconi mit Drachen und Kopfhörer schaffte, erledigt heute ein Chip kleiner als ein Fingernagel.


Drachenantenne und Empfangsaufbau für die erste transatlantische Funkübertragung im Jahr 1901.

Ohne den 12. Dezember 1901 gäbe es heute nicht



  • Radio & Rundfunk

  • Seefunk & Luftfunk

  • Mobilfunk (1G–5G)

  • WLAN

  • Bluetooth

  • Satellitenkommunikation

  • GPS

  • IoT

  • Smart Homes

  • Funkbasierte Internetverbindungen

Der gesamte drahtlose Planet beginnt hier.



Kritische Stimmen & Kontroversen



Bis heute gibt es Diskussionen:

  • War das Signal eindeutig?

  • War es Einbildung oder Störsignal?

Die Mehrheit der Historiker ist sich einig:➡️ Marconi empfing das Signal wirklich.

Und selbst wenn Zweifel bestehen:Die folgenden Experimente bestätigten seine Theorie eindeutig.

Die Funktechnik entwickelte sich danach rasant.



Luftpoet-Fazit


Der 12. Dezember 1901 zeigt perfekt, was Technik manchmal braucht:

  • Mut

  • Vision

  • Durchhaltevermögen

  • den Willen, etablierte Meinungen zu ignorieren

Marconi verband zwei Kontinente ohne Kabel.Heute verbinden wir Milliarden Menschen ohne darüber nachzudenken.

Jedes WLAN-Symbol, jeder Handy-Balken, jede Funkverbindung ist ein direkter Nachfahre dieses einen Moments auf einem windigen Hügel in Kanada.


Übersicht



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